Bürgerliche Gebäude

24. Staffelschnatzer

Staffelschnatzer ist der Neckname der Rastatter, die wohl gerne vor ihren Hauseingängen saßen und von Staffel zu Staffel plauderten, umgangssprachlich schnatzen genannt. Weitere weniger schmeichelhafte Bedeutungen des Schnatzens konnten das Ausspucken und der Toilettengang sein. Die 1991geschaffene Skulptur des in Mühlacker lebenden österreichischen Künstlers Kurt Tassotti war bis 2012 auf dem Platz hinter dem Kaufhaus in der Georgenvorstadt angebracht. Die ursprüngliche Figur aus Beton wurde inzwischen durch eine Bronze ersetzt und 2019 an der Schließbrücke neu aufgestellt.

Kinder entdecken Rastatt:

Rastatt war in der Zeit als Bundesfestung eine Fünftorstadt mit zwei Haupt- und drei Nebentoren. An den bewachten Stadttoren wurden Personen und Waren kontrolliert, die in oder durch die Stadt wollten. Für Waren wurden Steuern oder Wegzoll als Eintrittsgeld erhoben. Nachts waren die Stadttore geschlossen. Wer erst nach der Schließung kam, musste vor dem Tor bis zum nächsten Morgen warten. Wichtige Besucher konnten durch eine Seitentüre eingelassen werden.

An Markttagen war besonders viel Verkehr. Viele Bauern wollten Gemüse, Getreide und Obst verkaufen. Sie kamen mit ihren Fuhrwerken schon morgens früh zum Markt. Händler mit anderen Waren wurden zum Markt nur zugelassen, wenn sie Waren verkaufen wollten, die es noch nicht auf dem Markt gab. Damit wollte man die Rastatter Händler vor Konkurrenz schützen.

 

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