Bernhardusbrunnen

Brunnen

5. Bernhardus­brunnen

Markgraf August Georg, der letzte Regent der katholischen Linie des Hauses Baden, erwirkte 1769 die Seligsprechung des 1458 in Italien an der Pest gestorbenen Markgrafen Bernhard II. von Baden. Ihm zu Ehren und als Zeichen der katholischen Tradition des Hauses Baden stiftete August Georg zusammen mit seiner Frau Maria Viktoria diesen Brunnen. Das Standbild des Markgrafen wurde vom Karlsruher Bildhauer Ignaz Lengelacher aus Maulbronner Sandstein gearbeitet. Auf der Vorderseite trägt der Brunnen ein Relief August Georgs, seine Frau, Maria Viktoria, ist auf der Rückseite genannt. Aufgrund aufwendiger Platzumgestaltungen ist der Bernhardusbrunnen bis 2020 zu eingeschränkt erreichbar.

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Zu den barocken Gebäuden Rastatts gehört neben dem prachtvollen Rastatter Schloss und der Stadtkirche St. Alexander auch der Bernhardusbrunnen mit der Statue des Markgrafen Bernhard von Baden. Die Menschen mussten früher ihr Wasser noch an Brunnen holen. Eine Wasserleitung gab es nur bis zum Schloss. Diese endete jedoch im Schlosshof. Der Bernhardusbrunnen war auch Zierbrunnen und Erinnerungsdenkmal.

Der Bernhardusbrunnen ist der jüngste und schönste der barocken Stadtbrunnen. Das Wasser springt aus dem Rachen zweier Delphine. Dieser Brunnen versorgte die Einwohner der Stadt mit Trinkwasser. Wasser war wichtig zum Trinken und Kochen. Aber Waschen und Baden war für die Menschen im Barock nicht so wichtig. Sie hatten Angst, Wasser könnte sie krank machen. Sie rieben sich also einfach trocken ab und fanden das toll. Aber sie haben in Wirklichkeit ganz schön gestunken. Mit viel Parfum und Puder versuchten die reichen Leute unangenehmen Körpergeruch zu überdecken. Auch die Barockmäuse haben diese Mode mitgemacht!

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